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Was unternehmen Sie als Bundespartei, um möglichst einheitliche Regelungen innerhalb Deutschlands zu schaffen und den Zugang zum Angeln soweit als möglich zu vereinfachen?
DIE LINKE hält die geleistete Arbeit der Anglerinnen und Angler sowie ihrer Zusammenschlüsse in Deutschland für einen unverzichtbaren Bestandteil im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes sowie für das gesellschaftliche Leben. Anglerinnen und Angler leisten einen unschätzbaren Anteil an der Gewässerpflege, bei Besatzmaßnahmen und in der Pflege dieses im besten Sinne des Wortes traditionsreichen „Volkssports“. Nicht zu vergessen ist die Jugendarbeit der Vereine, die jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitaktivität bietet und zum bewussten Umgang mit Natur und Umwelt anregt. DIE LINKE sieht darüber hinaus den Angelsport als einen wichtigen Faktor der touristischen Entwicklung – nicht zuletzt in Ostdeutschland. Hier sind noch viele Potentiale zu erschließen.
Um konkret zu werden: Die Bundestagsfraktion der LINKEN hält die völlig unterschiedlichen Zugangsregelungen der Länder zum Angelsport für absurd. Aus diesem Grund haben die Abgeordneten Jan Korte, Dietmar Bartsch, Kirsten Tackmann und Fraktion eine Kleine Anfrage (Drucksache 16/10440) an die Bundesregierung gestellt, um einen Überblick über die diversen Zugangsregelungen in den Ländern zu bekommen. Ebenfalls gefragt hat die Linksfraktion, welche Bedeutung die Bundesregierung dem Angeln beimisst und ob sie bundeseinheitliche Zugangsregelungen für sinnvoll erachten würde. Offensichtlich ist letzteres nicht der Fall, wie sich aus der Antwort der Bundesregierung, die diesem Schreiben als Anhang beigefügt ist, entnehmen lässt.
Des Weiteren haben die genannten Abgeordneten eine Kleine Anfrage zum Thema
„Schutzmaßnahmen zur Rettung des europäischen Aals“ (Drucksache 16/11484) eingereicht um auf die akute Gefährdung des Aalbestandes besonders durch den Export von Glasaalen, parasitäre Erkrankungen, die Versperrung der Rückwanderwege durch Wasserkraftwerke und Wehre sowie infolge des Fraßdrucks durch den europaweit deutlich angestiegenen Kormoranbestand aufmerksam zu machen. Der Antwort der Bundesregierung ist zu entnehmen, dass Bundesministerin Aigner ein europäisches Kormoranmanagement angeregt hat. Dies ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, angesichts der schon jetzt stark angespannten Situation wäre es allerdings konsequenter, bis zur Verabschiedung europäischer Regelungen zunächst wenigstens ein bundesweites Kormoranmanagement umzusetzen.
Ausgehend von diesen Aktivitäten wird sich die Bundestagsfraktion der LINKEN in der kommenden Wahlperiode weiterhin um einheitliche Regelungen zum Zugang zum Angelsport bemühen. Ebenfalls werden wir die Fragen des Aalbestandes weiter verfolgen und auch umstrittene Fragen wie etwa ein durchdachtes und mit den Angel- und Fischereiverbänden abgestimmtes Kormoranmanagement in das Parlament einbringen. Zu all diesen Fragen steht die Linksfraktion auch mit ihren Landtagsfraktionen in Verbindung.