Zur "Neuen Galerie" in Wünsdorf
Stellungnahme von Dr. Rainer Reinecke zur Debatte um die "Neue Galerie" im Zossener Ortsteil Wünsdorf.
Die „Neue Galerie“ liegt in meinem Wahlkreis. Ich habe, glaube ich, bisher keine Ausstellung ausgelassen, und wenn es mir möglich war, war ich auch bei der Vernissage dabei. So zuletzt bei Günter Gueffroy Fotografie oder Jürgen Melzer im Januar anlässlich seines 70. Geburtstages.
Bei meinen Besuchen habe ich erfahren, dass die Galerie nicht nur den Künstlern in der Region, sondern auch den Zossenern und Besuchern der Stadt sehr viel bedeutet. Ich weiß auch, dass sich die „Neue Galerie“ in Zusammenarbeit mit Schulen und Horten zu einer kunstpädagogischen Einrichtung in einem sozialen Brennpunktgebiet der Stadt entwickelt hat. So viele geistig kulturelle Höhepunkte haben Zossen und die Region um Zossen nicht, dass wir auf die Galerie verzichten können.
Aus all diesen Gründen finden Sie meine Unterschrift auch mit auf den Unterstützungslisten.
Für unsere Fraktion kann ich sagen, dass wir natürlich Mitverantwortung tragen für die Sparmaßnahmen. Wir haben in der Haushaltsdebatte aber nicht einer Schließung der Galerie zugestimmt. Dass Sparmaßnahmen notwendig sind, kann ich auch meinen Wählern im Wahlkreis vermitteln. Was ich nicht vermitteln kann, ist die Art und Weise wie im Falle der „Neuen Galerie“ verfahren wurde. Wir haben vor Ort die Bücherstadt-Tourismus GmbH und den Förderverein "Freunde der Bücherstadt Wünsdorf e.V.". Bekannt ist auch, welche Persönlichkeiten sich vor Ort besonders für die Bücherstadt und darin eingeschlossen, die „Neue Galerie“ engagieren. Selbst wenn die Zeit knapp war, um die Kündigungsfristen einzuhalten wäre ein Anruf, in dem den Betroffen mitgeteilt wird, dass aus Gründen der Einsparung der Mietvertrag vorsorglich gekündigt werden muss und dass das verbleibende halbe Jahr aber genutzt werden sollte, um gemeinsam nach Lösungen für den Fortbestand der „Neuen Galerie“ zu suchen, wohl auf Verständnis gestoßen. Ich denke, der vorgetragene Protest sollte Anlass genug sein, diese Gespräche jetzt unmittelbar aufzunehmen.
Der Kreis sollte sich bei der „Neuen Galerie“ auch nicht ganz aus der Verantwortung herausnehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Verein Träger der „Neuen Galerie“ wird und eine Mischfinanzierung erfolgt. Beispielweise: ein Drittel Kreis, ein Drittel Kommune, ein Drittel Förderverein. Ein Verein hätte den Vorteil, dass er anders als Kreis und Kommune, Fördermittel einwerben kann. So u.a. auch bei der Kulturstiftung der Sparkasse. Auf solche oder ähnliche Weise organisieren und finanzieren sich viele Kulturprojekte in Berlin und Brandenburg.
Mein Appell: Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, die „Neue Galerie“ zu erhalten.
Konni Wehlan im Kreistag:
- Kreisausschuss (stellv. Vorsitzende)
- Jugenhilfeausschuss (stellv. Mitglied)
- Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt (stellv. Mitglied)
- Verbandsversammlung beim Zweckverband der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam (stellv. Mitglied)
- Verbandsversammlung des Sübrandenburgischen Abfallzweckverbandes (SBAZV) (stellv. Mitglied)
Die Kooperation:
Die Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Kreistag in der IV. Wahlperiode zwischen SPD/Grüne, DIE LINKE. und FDP/Bauernverband als pdf-Datei
