Bahn-Winterchaos: Entscheidende Probleme sind ungelöst
Zu den erneuten winterlichen Störungen des Betriebsablaufs bei Regional- und S-Bahnen erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, Kornelia Wehlan:
Zu den erneuten winterlichen Störungen des Betriebsablaufs bei Regional- und S-Bahnen erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, Kornelia Wehlan:
Auch ohne Schnee hat insbesondere die S-Bahn in vergangenen Tagen mit Tunnelproblemen, Verspätungen und Signalausfall zu kämpfen. Jetzt ist die seit mehr als einer Woche angekündigte Winterwitterung eingetreten, Weichenstörungen häufen sich und das S-Bahnchaos ist wieder nahezu komplett - und hat sich auf Regionalbahnen ausgedehnt. Trotz aller Versprechungen aus dem vorigen Jahr: Fahrgäste und besonders Pendlerinnen und Pendler von und nach Brandenburg stehen wieder vor den gleichen Problemen.
Bei aller Wertschätzung der Anstrengungen des S-Bahn-Managements, sich um die Kunden zu bemühen: viele S- und Regionalbahnreisende dürften heute zu der Frage gelangt sein: Haben die DB AG und ihre Tochtergesellschaften als Betreiber nicht aus Schaden gelernt? Die S-Bahn steht als Alternative zum Auto. Gerade bei Schnee und Eis muss das einfach ganz normal sein.
Daher erneuern wir unsere Forderung nach einem Verkehrsgipfel Berlin-Brandenburg unter Einbeziehung aller Verkehrs- und Verantwortungsträger. DIE LINKE erwartet von solch einem Schulterschluss auch die Initiative zu längerfristigen Strategien. Dazu zählen etwa Überlegungen zur Kommunalisierung der S-Bahn, um dem ständigen Renditedruck wirksam zu begegnen. Die Spitze der Deutschen Bahn AG ist bis auf weiteres dazu gehalten, ihrer Verantwortung für ein verkehrssicheres und zuverlässiges Funktionieren auch ihrer Tochterunternehmen wie der Berliner S-Bahn nachzukommen.
