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Bildung war das Thema

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft war zusammen mit der Vizepräsidentin des Landtages und bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Gerrit Große, zu Gast im Luckenwalder Wahlkreisbüro von Konni Wehlan

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft war zusammen mit der Vizepräsidentin des Landtages und bildungspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Gerrit Große, zu Gast im Luckenwalder Wahlkreisbüro von Konni Wehlan

Zu einem Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Kornelia Wehlan hatte der Vorstand des Landesverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gebeten.
Inhalt waren die bildungspolitischen Schwerpunkte, insbesondere der Personalbedarf bei den Lehrerstellen, im Koalitionsvertrag.
Gerrit Große, Vizepräsidentin des Landtages und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Landtag Brandenburg war ebenfalls zugegen.

Die Personalbedarfsplanung im Bildungsbereich, insbesondere bei den Lehrerstellen, war Thema auf der letzten Landtagssitzung. Der Bildungsminister, Holger Rupprecht, antwortete wie folgt:

„ … Einstellungen und und neue Stellen sind zwei unterschiedliche Dinge. Für Einstellungen benötigt man nicht unbedingt neue Stellen. Dies möchte ich an folgenden Beispielen verdeutlichen: Da in den nächsten Jahren viele Lehrerkräfte aus Altersgründen ausscheiden werden, müssen wir auch viele Ersatzeinstellungen vornehmen, um die vorhandenen Stellen wieder zu besetzen. Die Begrifflichkeiten können schon ein Problem darstellen, wenn es allgemein um Verwirrung geht.

Die Entwicklung der Ausstattung der Schulen mit Stellen ergibt sich sowohl aus einer Schülerzahl als auch aus der sogenannten Schüler-Lehrer-Relation von 15,4.

Insofern ist in Abhängigkeit von der Schülerzahl die Zahl der einzustellenden Lehrkräfte eindeutig definiert. So sind für das Schuljahr 2010/2011 – Start also in diesem Jahr – 16.453 Stellen geplant. Diese Zahl ergibt sich im Übrigen noch aus dem im Jahr 2007 fortgeschriebenen und modifizierten Schulressourcenkonzept.

Die Regierungskoalition sieht für die nächsten Jahre zumindest 1.250 Einstellungen – diese Zahl wurde in der Fragestellung genannt – vor, und zwar mit dem Ziel, die Schüler-Lehrer-Relation von 15,4 dauerhaft zu halten.

Was für mich persönlich, aber auch für den Schulbereich sehr erfreulich ist, ist folgendes: Abweichend vom bisherigen Verfahren wird es keine Einstellungskorridore – also keine Jahresscheiben – mehr geben, an die ich gebunden bin. Somit muss ich mich künftig nicht mehr daran halten, möglichst viele Lehrkräfte so schnell wie möglich einzustellen. Schließlich wird die Rekrutierung von Kolleginnen und Kollegen – das wissen wir alle – in den nächsten Jahren nicht einfacher, sondern hinsichtlich des Konkurrenzkampfes der Bundesländer untereinander schwieriger. Insofern werden wir – das ist auch in Übereinstimmung mit der Koalitionsvereinbarung zu sehen – für das nächste Schuljahr erheblich mehr Lehrerinnen und Lehrer einstellen, als es das alte Schulressourcenkonzept mit lediglich 225 Neueinstellungen vorgesehen hat. Das bedeutet: Wir werden natürlich auch die Forderung des Landeselternrates erfüllen.

Sie wollen von mir natürlich eine genaue Zahl hören. Diese kann ich Ihnen derzeit aber noch nicht nennen. Die genaue Zahl ergibt sich einerseits aus dem konkreten abgeforderten Bedarf der Schulen und orientiert sich andererseits auch an dem Angebot an ausgebildeten Lehrkräften. Ich werde – das kann ich versprechen – in wenigen Tagen eine Zahl nennen können, die sie selbstverständlich umgehend erfahren werden. Sollten wir mit den 1.250 Einstellungen die Schüler-Lehrer-Relation von 15,4 dauerhaft nicht halten können, werden wir entsprechend mehr Einstellungen vornehmen.

( … )

Ich fasse zusammen und kann nur Folgendes sagen: Die Landesregierung hat sich unter anderem entgegen der Annahme der FDP-Fraktion bei den Lehrerstellen nicht verrechnet und wird sich auch künftig nicht verrechnen. Sie vertritt eine sehr klare Linie, die sich an einer künftig zu besprechenden Zahl festmacht. Dabei sollte auch bedacht werden, dass diese Zahl künftig gehalten werden kann. Es geht um die 15,4. Alles andere macht sich an dieser Zahl fest. Insofern ist es nicht zielführend, wenn wir spekulieren, wie viele Lehrer wir brauchen. Wenn die Schüler-Lehrer-Relation von 15,4 mit den 1.250 Lhrern nicht erreicht werden kann, werden wir entsprechend mehr Einstellungen vornehmen, um dieses Ziel bis zum Ende der Legislaturperiode zu realisieren. ( … )“