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Die Grafik zeigt symbolische Mikrofone und Teilnehmende einer Pressekonferenz.

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Corona aktuell

Statistik - Situation in Gemeinschaftseinrichtungen - Gesundheitsamt stellt Kontaktnachverfolgung um - Betroffene müssen sich weiterhin selbstständig isolieren - Schließtag in Impfstellen - Einrichtungsbezogene Impfpflicht - Einsatz der Bundeswehr - Neue Bestimmungen - Tag des Gesundheitsamtes

„Corona lässt sich nicht einfach wegbeschließen“, resümiert Sozialdezernentin Kirsten Gurske das Infektionsgeschehen im Landkreis. Es bewegt sich nach wie vor auf einem hohen Plateau, die Zahlen sind leicht ansteigend. Aktuell gelten 3.801 Personen im Landkreis Teltow-Fläming als infiziert. Damit hat sich die Zahl der Menschen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, auf 42.643 erhöht. Bislang verstarben 295 Personen aus dem Landkreis im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Der Altersdurchschnitt der aktuell Infizierten hat im Vergleich zur Vorwoche leicht zugenommen und liegt bei rund 37 Jahren (Vorwoche: 35 Jahre). Bei rund 24 Prozent der Betroffenen handelt es sich um Kinder und Jugendliche (Vorwoche: 27 Prozent). Seniorinnen und Senioren über 70 Jahre machen derzeit sechs Prozent der Infizierten aus (Vorwoche: 4,9 Prozent).

Situation in Gemeinschaftseinrichtungen

Derzeit liegen Fallhäufungen und Einzelfälle in einer Vielzahl der Kitas und Schulen des Landkreises vor. Betroffen sind auch 13 Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie drei Tagespflege- und mehrere Hauskrankenpflegestellen. Auch aus der JVA Großbeeren werden Infektionen gemeldet. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen, in den medizinischen und Pflegeeinrichtungen sowie zum Schutz der vulnerablen Gruppen liegt der Schwerpunkt der Kontaktnachverfolgung und Quarantäneentscheidungen des Gesundheitsamtes.

Gesundheitsamt stellt Kontaktnachverfolgung um – Betroffene müssen sich weiterhin selbstständig isolieren

Aufgrund der hohen Fallzahlen stellt das Gesundheitsamt Teltow-Fläming die Kontaktnachverfolgung bei Infektionen mit dem Coronavirus ab sofort um: Personen, deren PCR-Test positiv war, müssen sich nicht mehr beim Gesundheitsamt melden. Die Labore übermitteln das Testergebnis automatisch an das Amt. Auf dieser Grundlage erhalten die Betroffenen vom Gesundheitsamt ein Informationsschreiben. Dort wird hingewiesen auf:

  • die Pflicht zur selbständigen Isolation
  • den Isolationsbeginn und die Isolationsdauer
  • das Verhalten beim Auftreten von Symptomen (Konsultation einer Arztpraxis, Krankschreibung)

Quarantänebescheinigungen werden nur noch auf Anfrage erstellt. Diese Klarstellung ist notwendig, weil Quarantänebescheinigungen nur erforderlich werden, wenn keine Krankschreibung erfolgte.

Es gilt weiterhin die Allgemeinverfügung des Landkreises Teltow-Fläming zur häuslichen Absonderung und Beobachtung von Personen, die mit dem neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) infiziert sind, von Verdachtspersonen und engen Kontaktpersonen vom 20. Januar 2022, veröffentlicht im Amtsblatt 3/2022 des Landkreises Teltow-Fläming.

Schließtag in Impfstellen

Die Impfstellen im Landkreis Teltow-Fläming bleiben am 16. April 2022 geschlossen. Nach Ostern geht es dann wie gewohnt ab dem 19. April 2022 weiter.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Seit dieser Woche müssen Personen, die in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen arbeiten, entweder vollständig gegen das SARS-CoV2-Virus geimpft oder nachweislich von Covid-19 genesen sein. Grundlage dafür ist § 20a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Beschäftigte haben der Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens einen entsprechenden Nachweis vorzulegen. Kann dieser nicht erbracht werden oder bestehen Zweifel an Inhalt oder Richtigkeit, hat die Leitung unverzüglich das Gesundheitsamt Teltow-Fläming zu informieren. Bislang liegt die Zahl der Meldungen noch im einstelligen Bereich.

Die Meldung an das Gesundheitsamt Teltow-Fläming erfolgt mit einem Formular, das im Internetauftritt des Landkreises Teltow-Fläming neben weiteren Informationen zum Thema veröffentlicht ist:

Formular zur Meldung

Weitere Informationen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht

An einem vom Land unterstützten digitalen Portal zur Meldung der Daten zur gesetzlichen Impfpflicht wird momentan noch gearbeitet. Es soll in den kommenden Tagen eingeführt werden.

Einsatz der Bundeswehr

Der Einsatz der Bundeswehr im Gesundheitsamt Teltow-Fläming endete in dieser Woche. Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE) und Sozialdezernentin Kirsten Gurske verabschiedeten die Soldatinnen und Soldaten am 17. März im Kreishaus und dankten ihnen für die hervorragende Unterstützung bei der Kontaktnachverfolgung. Auch im Krankenhaus Ludwigsfelde waren Soldatinnen und Soldaten im Einsatz und entlasteten das Fachpersonal mit Tätigkeiten im nichtmedizinischen Bereich.

Neue Bestimmungen

Im Land Brandenburg wurden wichtige Corona-Schutzmaßnahmen bis einschließlich 2. April 2022 verlängert. Das Kabinett hat dafür am 17. März eine neue Corona-Verordnung beschlossen. Die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung trat am 18. März in Kraft und löste damit die bisherige Eindämmungsverordnung ab. Weitere Einzelheiten im Internetauftritt des Landes Brandenburg

Tag des Gesundheitsamtes

Landrätin Kornelia Wehlan (DIE LINKE) nimmt den Tag des Gesundheitsamtes am 19. März 2022 zum Anlass, um die Leistungen der Beschäftigten zu würdigen und ihnen für ihr Engagement und ihre Arbeit unter den Belastungen der Corona-Pandemie zu danken. „Seit über zwei Jahren arbeitet man dort ununterbrochen an oder über der Belastungsgrenze, obwohl das ‚normale‘ Leben weitergeht und keine Abstriche an anderen Aufgaben gemacht werden dürfen.“ Das Spektrum ist groß: Infektionsschutz und Hygiene, Gesundheitsvorsorge und -förderung, Schutz der Gesundheit insbesondere von Kindern und Jugendlichen und vieles mehr. In der Praxis gehören dazu beispielsweise Einschulungsuntersuchungen, Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene, aber auch Beratungs- und Hilfsangebote für psychisch kranke Menschen oder zahnmedizinische Grundprophylaxe für Kinder.

Mit der Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht und der gesundheitlichen Betreuung der Vertriebenen aus der Ukraine kommen aktuell weitere Anforderungen auf den ohnehin schon riesigen Berg an Aufgaben der Behörde.

Der Tag des Gesundheitsamtes wurde vom Robert-Koch-Institut erstmals 2019 ausgerufen. Der 19. März wurde ausgewählt, weil er auf den Geburtstag des deutschen Arztes Johann Peter Frank fällt. (1745 -1821). Er gilt als Begründer der öffentlichen Hygiene und eines sozialmedizinisch geprägten Gesundheitsdienstes. Der Tag des Gesundheitsamtes soll auf die Rolle der Behörden beim Gesundheitsschutz der Bevölkerung aufmerksam machen.