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Ein offenes Ohr für jeden

Die Luckenwalderin Kornelia Wehlan wurde von der LINKEN nominiert - Artikel in der Zeitung "BlickPunkt"

In drei Wochen wählen die Bürger von Teltow-Fläming ihren neuen Landrat oder Landrätin. Der BlickPunkt stellt die fünf Kandidaten bis zur Wahl vor. Heute antwortet die Kandidatin der LINKEN, Kornelia Wehlan, auf unsere Fragen:

Sie wollen wirtschaftlichen Aufschwung für gute Arbeit in der Region schaffen. Durch welche konkreten Projekte oder Handlungen soll das gelingen?

Es wird kurze Entscheidungswege und -fristen für Investoren geben, bürokratische Hürden werden abgebaut. Unternehmensbetreuung und Fachkräftesicherung sind mir wichtig. Im industriell geprägten Norden sehe ich gute Chancen für neue Ansiedlungen und damit Arbeitsplätze. Die Klein- und Mittelständler sowie das Landgewerbe sind im Kreis ein stabiler Faktor, den wir pflegen müssen.

Im Süden sind es Landwirtschaft und Tourismus, auf die ich vorrangig setzen will. Sie bekommen alle Unterstützung bei der Vermarktung und beim Zugang zu Fördermitteln. Unsere regionalansässigen Unternehmen brauchen öffentliche Aufträge, Mindestlöhne gehören dazu. Menschen, die aktuell keine Chancen am Arbeitsmarkt haben, dürfen nicht abgehängt werden. Ich möchte Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren.

Warum sollten die Bürger Ihre Person wählen?

Ich bin seit 23 Jahren in der Kommunalarbeit tätig und kenne mich im Kreis gut aus. Unternehmer, Handwerker, Bürgermeister, Vereine, einzelne Bürger haben bei mir immer ein offenes Ohr gefunden. Das wird so bleiben.

Welcher von Ihnen mitgetragene politische Beschluss ließ Sie des Nachts keinen Schlaf finden?

Nicht ein Beschluss, sondern die Debatte dazu. Vor allem die Frage, ob alles nach bestem Wissen abgewogen wurde. Bei der Kommunalisierung des Rettungswesens und der Umstrukturierung der SWFG hatte ich ein gutes Gefühl. Bei den Haushaltsbeschlüssen eher weniger.

Wie kann das Haushaltsproblem in Teltow-Fläming am besten gelöst werden? Wo sehen Sie Einsparpotenziale?

Die jährlichen Ausgaben dürfen nicht die Einnahmen übersteigen. Das gilt privat und auch für den Kreis. Schattenhaushalte der Kreisgesellschaften gibt es mit mir nicht. Jede Aufgabe gehört auf den Prüfstand. Maßstab ist, wo wir etwas ohne Schaden verschieben oder aufgeben können. Wie sich der Kreis mit 24 Millionen Euro an der B 101 verhoben hat, muss allen eine Lehre sein.

Für einen ausgeglichenen Haushalt brauchen wir aber auch Einnahmen. Ich werde Bund und Land auf den Füßen stehen. Bei der Grundsicherung im Alter, im Bereich Eingliederungshilfe und Leistungen für Asylbewerber stehen Zuweisungen aus. Damit wären in 2013 schon ca. 2,9 Millionen Euro mehr verfügbar. Und wenn gute Arbeit auch gut bezahlt wird, kann der Kreis bis zu 200.000 Euro im Monat an Sozialleistungen sparen.

Welche Schlagzeile wird am 25. März in der Zeitung stehen?

Konni Wehlan ist in der Stichwahl.

Erschienen im BlickPunkt am 1. März 2013