Forstwirtschaft gesund – Wald krank
Zur heutigen Veröffentlichung des Waldzustandsberichtes erklärt die Sprecherin für Ländliche Entwicklung und Agrarwirtschaft Kornelia Wehlan:
Zur heutigen Veröffentlichung des Waldzustandsberichtes erklärt die Sprecherin für Ländliche Entwicklung und Agrarwirtschaft Kornelia Wehlan:
Die von der Energiepreiskrise profitierende Holzwirtschaft boomt. Im Landeswald wird bis an die Nachhaltigkeitsgrenze (und darüber hinaus) Holz geschlagen. Umso wichtiger ist es, auf den nach wie vor unbefriedigenden Zustand der Wälder hinzuweisen. Mit den 20.000 Unterschriften der Volksinitiative „Brandenburger Wald“ haben Bürgerinnen und Bürger ihre Sorge zum Ausdruck gebracht. Wenn heute im aktuellen Waldzustandsbericht festgestellt wird, dass 13% der Wälder deutlich geschädigt sind, ist das zwar eine leichte Verbesserung zum Vorjahr, aber noch kein Grund zur Freude. Die Kiefer als Baum des Jahres zeigt sich vergleichsweise vital, Buchen und Eichen hingegen mit rund einem Drittel stark geschädigter Bäume geben Anlass zur Sorge. Der beginnende Klimawandel als Ursache ist mit dem milden Winter, trockenen April und sehr feuchtem Sommer mitverantwortlich. Letztlich sind aber Waldschäden wie auch der Klimawandel selbst als Ursache von negativen Umwelteinflüssen anzusehen. Umso wichtiger ist, mit gesunden und produktiven Wäldern für den Ersatz fossiler Brennstoffe sorgen zu können. Diese Wechselwirkung gibt es nicht gratis. Dazu gehört eine moderne und effiziente Forstverwaltung, die Wälder pflegt, Waldumbau vorantreibt und kahlschlagsfrei wirtschaftet. Mit ihrem radikalen Stellenabbau leistet die Landesregierung dazu aktuell keinen Beitrag.
