Frühlingsempfang der Linksfraktion im Landtag Brandenburg
Wir konnten und wollten nicht mehr warten und so haben wir am gestrigen Abend den Frühling empfangen und wie es sich gehört, wurde eine Empfangsrede gehalten,was unser Fraktionsvorsitzender Christian Görke übernahm.
Wir konnten und wollten nicht mehr warten und so haben wir am gestrigen Abend den Frühling empfangen und wie es sich gehört, wurde eine Empfangsrede gehalten,was unser Fraktionsvorsitzender Christian Görke übernahm. Hier seine Rede:
Liebe Kollegen der Presse, lieber Gregor, liebe Abgeordnete und Gäste,
Brandenburg hat eine neue Affäre: Die so genannte „Die Frühlings-Affäre“.
Angekündigt und trotz vielfacher Aufforderung ist er bisher nicht erschienen. In den Protokollen steht und das seit vielen Jahren: Astronomisch beginnt er auf der Nordhalbkugel am 21. März.
Doch wie sich zeigt: Er ignoriert Realitäten, wie stärkere Sonnenstrahlen und lärmende Vögel.
Versprechen gebrochen! Wir haben einen Skandal – mit globalem Ausmaß, der erste Opfer fordert: In Amerika hatte das weltberühmte Murmeltier Phil am traditionellen 2. Februar ein baldiges Winterende prophezeit. Fälschlicherweise – denn das ist jetzt über 7 Wochen her. Deshalb hat ein Staatsanwalt aus Ohio Phil jetzt sogar mit der „Todesstrafe“ gedroht.Für alle Tierschützer unter uns sei gesagt: scherzhafterweise....
Die Folgen des ignorierenden Frühlings sind verheerend: Die rot-roten Primeln, die schwarze Maulbeere, die grünenden Stiefmütterchen und die gelben Forsythien – alle bleiben verschwunden in der Öffentlichkeit. Nicht einmal ihre Spitzen sind zu sehen. Es herrscht das weiße Chaos.
Und es kommt, wie es kommen muss in einem solchen Fall: der Dominoeffekt setzt ein!! Die nächste Affäre droht.... Die „Schnitt- Blumen-Affäre“. Diese werden nämlich rar. Panikkäufe setzen ein. Dafür großer Blumenstau in den Gewächshäusern: Maßliebchen und Hyazinthen sitzen fest. Der Pflanzplan für die Landesgartenschau in Prenzlau ist in größter Gefahr.
Und es kommt noch schlimmer: Die staatlich eingeführte Zeitumstellung wirft am kommenden Wochenende das zaghafte Voranschreiten des Frühlings erneut in die Dunkelheit zurück - um eine ganze morgendliche Stunde.
Der Steuerzahler fordert nun drastische Konsequenzen:
Keine riskanten Anlagen mehr in Blumenzwiebeln und Knollengewächse!! Keine Spekulationen mehr mit Hornveilchen und Narzissen!! Dafür Ausbau der erneuerbaren Blumen – durch das Pressen von Mohn und Kamille,Tulpen und Maiglöckchen. Gefordert wird eine lückenlose Aufklärung, die zum Fernbleiben des Frühlings geführt hat. Transparenz und Einsichtnahme in alle Klimamodelle. Hände weg von den Gewächshäusern, sie sind unser Vorrat an Zukunft.
Die Presseinformation des heutigen Abends lautet deshalb: Die Fraktion DIE LINKE fordert jetzt in namentlicher Abstimmung und mit einem eigenen Antrag: Frühling an die Macht!
In Teltow Fläming ist der Frühling in diesem Jahr weiblich und heißt Konni Wehlan!
Text und Foto: Linksfraktion im Landtag Brandenburg
