Hachschara-Stätte Landwerk Ahrensdorf: Ausstellung über ein besonderes Kapitel jüdischer Geschichte in Nazideutschland
Heute wurde im Luckenwalder Kreishaus eine Ausstellung zur Hachschara-Stätte Landwerk Ahrensdorf eröffnet.
„Wir lebten wie auf einer Insel in einem immer stürmischer werdenden Meer“
(Ester Dubester aus Tel Aviv, 1936 bis 1938 in Ahrensdorf)
Die Hachschara-Stätte Landwerk Ahrensdorf bei Trebbin war von 1936 bis 1941 Ausbildungsstätte für jüdische Jugendliche zur Vorbereitung auf die Auswanderung und ein Leben im damals britischen Mandatsgebiet Palästina. Ihre Geschichte wurde seit 1989 unter Federführung von Dr. Herbert Fiedler und seiner Frau Ruth vom inzwischen aufgelösten Verein Internationale Begegnungsstätte Hachschara Landwerk Ahrensdorf e. V. erforscht. Dabei entstand eine umfangreiche Sammlung von Fotos, Zeitzeugeninterviews, persönlichen Objekten und schriftlichen Quellen, die 2014 an das Kreisarchiv Teltow-Fläming übergeben wurde.
Um das Thema wieder mehr in den Fokus der regionalen Geschichtsvermittlung zu rücken, hat ein Team unter Koordinierung des Museums des Teltow und in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam eine neue Ausstellung erarbeitet. Sie greift auf die seinerzeit gesammelten Dokumente zurück und erzählt die Geschichte des Landwerks Ahrensdorf vor dem Hintergrund der Verfolgung, Ausgrenzung und Ermordung von Jüdinnen und Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Auch die Biografien der damals jungen Menschen werden beleuchtet.
