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Bei einer Demonstration in Jüterbog bekannten sich am Freitag mehr als 600 Menschen zu Werten der Demokratie und der Menschlichkeit.

Haltung zeigen - jetzt erst recht! Teltow-Fläming bleibt demokratisch!

Landrätin Kornelia Wehlan (links) und die 1. stellv. Kreistagsvorsitzende, Maritta Böttcher (rechts), bei der Demonstration am Freitag in Jüterbog.
Das Foto zeigt eine Gruppe von Personen.

Bestürzt und voller Entrüstung ist Landrätin Kornelia Wehlan nach dem gestrigen Anschlag auf die "Turmstube" in Jüterbog.

Die Einrichtung der evangelischen Kirche, die auch als Begegnungsstätte für Flüchtlinge dient, wurde am späten Abend des 20. November von einer Explosion zerstört. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus, Kriminalpolizei und Staatsschutz haben die Ermittlungen übernommen.

Kornelia Wehlan: "Das ist unfassbar! Wir werden das nicht hinnehmen und diesen Kräften keinen Raum lassen! Sie haben im Landkreis Teltow-Fläming und in einer demokratisch gesinnten Gesellschaft nichts zu suchen!" Für die Landrätin ist der Anschlag ein Verbrechen, das sich gegen die Grundwerte menschlichen Miteinanders richtet und durch nichts zu tolerieren sei. In der zerstörten Einrichtung werde unter Federführung der Kirchengemeinde vorbildliche zivilgesellschaftliche Arbeit geleistet, die für den Landkreis unverzichtbar sei. "Ich bin entsetzt, aber nicht sprachlos. Umso lauter werde ich meine Stimme gegen jene erheben, die rechtsradikales Gedankengut verbreiten und sich gegen Flüchtlinge stellen."

Die Landrätin war zuvor Teilnehmerin einer Demonstration, bei der sich rund 600 Menschen in Jüterbog zu den demokratischen Werten unserer Gesellschaft bekannt und ein deutliches Zeichen gesetzt haben. "Das war ein positives Signal für die Stadt, und ich war sehr froh darüber, dass die antidemokratischen Kräfte deutlich gesehen haben, wie und wo die Menschen in Teltow-Fläming stehen. Besonders stolz macht es mich, dass so viele junge Leute Haltung gezeigt haben", so Kornelia Wehlan. "Ich bin mir sicher, dass das auch künftig so sein wird. Rechtsradikales Gedankengut und Unmenschlichkeit werden im Landkreis Teltow-Fläming keinen Raum haben. Nicht jetzt und nicht irgendwann. Und dafür stehen Zehntausende Menschen in unserer Region."

Text und Fotos: www.teltow-flaeming.de