Pionierprojekt für Brandenburgs Wälder: Startschuss für den „Diedersdorfer Dauerwald“
Angesichts von Rekordtrockenheit und immer sichtbareren Waldschäden startet heute im Landkreis Teltow-Fläming ein wegweisendes Pionierprojekt: der „Diedersdorfer Dauerwald“.
Auf einer rund 50 Hektar großen Fläche am südlichen Stadtrand von Berlin wird unter wissenschaftlicher Begleitung praktisch demonstriert, wie anfällige Monokulturen in zukunftsfähige, klimastabile Mischwälder umgewandelt werden können. Initiatoren des Projekts sind der Bio-Getränkehersteller A. Dohrn & A. Timm aus Diedersdorf, lokale Waldeigentümer sowie der Landkreis Teltow-Fläming.
Die öffentlich-private Partnerschaft bündelt dabei erstmals regionale Wirtschaft, kommunale Akteure und private Waldbesitzer in einem gemeinsamen Modellprojekt für nachhaltigen Waldumbau und aktiven Wasserschutz. Ziel ist es, den Wald langfristig klimaresilient zu entwickeln und zugleich die natürliche Grundwasserneubildung deutlich zu stärken – Experten erwarten zusätzliche 24 Millionen Liter Wasser pro Jahr allein auf den Projektflächen.
Kern des Vorhabens ist ein innovatives Finanzierungsmodell: Mit einer sogenannten „Zukunftsprämie“ soll ökologische Waldbewirtschaftung für Eigentümer wirtschaftlich attraktiv werden und damit neue Anreize für den Umbau geschädigter Waldflächen schaffen.
Den feierlichen Startschuss für das Pioniervorhaben gaben heute Nico Karolzyk (Referent für Forstpolitik im Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg), Kornelia Wehlan (Landrätin Landkreis Teltow-Fläming) sowie Sabine und Charlotte Mühlbauer (Inhaberfamilie A. Dohrn & A. Timm). In einer gemeinsamen Aktion pflanzten die Partner die ersten Bäume, enthüllten projektbegleitende Schautafeln für Waldbesucher und setzten damit ein sichtbares Zeichen für den ökologischen Aufbruch der Region.
