S-Bahn muss Vertrauen wieder neu aufbauen
Zu den angekündigten Entschädigungen bei der Berliner S-Bahn erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, Kornelia Wehlan:
Zu den angekündigten Entschädigungen bei der Berliner S-Bahn erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, Kornelia Wehlan:
Aus Sicht der LINKEN können die angekündigten Entschädigungen nur ein erster Schritt sein. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler müssen diese chaotischen Zustände ertragen. Das Grundvertrauen der Kunden zur S-Bahn ist nicht nur angeschrammt, sondern tief erschüttert.
Aber ein Mehr an Entschädigung bringt noch nicht ein Mehr an Versorgungssicherheit. Wichtig ist jetzt, durch verschiedene Maßnahmen dieses verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür muss sehr zügig der Normalbetrieb auf allen Strecken wiederhergestellt werden. Dabei sind langfristig Sicherheit und Pünktlichkeit der Züge zu gewährleisten. Das setzt voraus, dass die innerbetrieblichen Abläufe entsprechend den gemachten Erfahrungen neu geordnet werden. So hat sich beispielsweise die Einsparung von Reparaturwerkstätten und Fachpersonal als wesentlicher Fehler erwiesen.
DIE LINKE erwartet, dass der S-Bahnvorstand neben den angekündigten Entschädigungen schnell entsprechende Beschlüsse für eine langfristige Versorgungssicherheit fasst. Zugleich muss der Renditedruck vom Unternehmen genommen und mehr in Personalaufwand und Wartung investiert werden.
DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, endlich ihrer Verantwortung als Eigentümerin gerecht zu werden nach der Devise: Qualität vor Gewinn!
