Und es ging weiter: Landtour mit Sprechstunde in Dahme
Im Rahmen meiner Über-Land-Tour ging es heute zur „Sprechstunde unter freiem Himmel“ auf den Dahmer Marktplatz. Schon um 8 Uhr war ein reges und buntes Markttreiben zu spüren. Wie immer postierten wir unseren Infostand neben dem Bäckerauto mit dem Blick zum Rathaus. Gleich nebenan die nette Frau aus Ilmersdorf, die immer, wenn der Garten was hergibt, frisches Gemüse anbiete
Im Rahmen meiner Über-Land-Tour ging es heute zur „Sprechstunde unter freiem Himmel“ auf den Dahmer Marktplatz. Schon um 8 Uhr war ein reges und buntes Markttreiben zu spüren. Wie immer postierten wir unseren Infostand neben dem Bäckerauto mit dem Blick zum Rathaus. Gleich nebenan die nette Frau aus Ilmersdorf, die immer, wenn der Garten was hergibt, frisches Gemüse anbietet. Auch heute gab es wieder unseren obligatorischen Plausch und ich war gleich im Bilde über alles, was im letzten Jahr so passierte. Die neue Hüft-OP, was die Enkelchen so machen und dass sie in der letzten Ferienwoche wieder bei Oma sein werden. Sie freue sich schon sehr darauf, auch, weil die Enkel sie jung halten. Und die Landratswahl, zweimal war sie nun wählen und alles für die Katz. Was wird denn nun mit der Wahl? Wird der Kreistag Sie wählen? Und Sie, Frau Wehlan, treten Sie an? Ja, das tue ich.
Nun noch den frischen Salat, die Kartoffeln und Bohnen gekauft und dann zur Sprechstunde. Na ja, eigentlich hatte sie ja längst begonnen, denn am Bäckerauto und Kaffeestand ging es munter weiter … Ganz interessiert kam ein Mann an unseren Tisch. Er wolle wissen, was DIE LINKEN denn so im Land bewegt haben und was denn nun beim Abwasser wird. Und eine Mutter, die voller Freude über die Ausbildungszusage für ihren Sohn erzählte und auch darüber, dass er dann die Region verlassen müsse. Ihr Sohn geht nun nach Berlin und ob er dann wohl wiederkommen würde … Aber ich denke positiv, erst einmal ist wieder eine Hürde genommen, sagt sie.
Was auffällt, die Buchhandlung am Markt ist nun geschlossen. Überhaupt haben sich schon viele Geschäftsinhaber rund um den Markt verabschiedet. Das bewegt die Menschen und die Frage, wie es mit ihrer Region weitergeht. Die Rückfahrt wähle ich nicht wie gewohnt über Jüterbog, sondern über Gebersdorf. Marktleute hatten über das schwere Unwetter berichtet. Die Bäume in der Schlossruine in Dahme wurden einfach umgeknickt. Auch die Bäume entlang der Straße zwischen Gebersdorf und Buckow waren betroffen. Die Beräumarbeiten liefen noch und besonders große Exemplare lagen mitten auf dem Maisfeld. Die Kühe auf der anderen Straßenseite ließen sich davon nicht stören …
In Heinsdorf angekommen, fällt sofort die Kirche in den Blick. 2007 begann der Förderverein das einzige Wahrzeichen des Ortes Heinsdorf wieder aufzubauen. Einige Meter entfernt der Dorfteich und dahinter der alte Gutshof, wo das Internat der Berufsschule des VEG Petkus untergebracht war. Hier lebte ich während meiner Lehre zum Agrotechniker/Mechanisator.
In Petkus war dann noch ein kurzer Zwischenstopp beim Ortsvorsteher, Helmut Werner, drin.
Kornelia Wehlan
