Wir sprechen alle an! Warum die Kreisverwaltung sich um gendersensible und verständliche Sprache bemüht
Der Umgang mit geschlechtergerechter Sprache stellt Behörden und öffentliche Institutionen zweifelsohne vor Herausforderungen: Einerseits sieht sich der öffentliche Dienst aufgrund geltender Rechtsvorschriften zur Gleichstellung verpflichtet, andererseits kann die unsensible Verwendung geschlechterneutraler Sprache die Lesbarkeit und Barrierefreiheit von Texten beeinträchtigen.
Beamtendeutsch als Hürde
In diesem Spannungsfeld befindet sich auch die Kreisverwaltung Teltow-Fläming, die sich seit vielen Jahren um eine bürgerfreundliche, verständliche und korrekte Kommunikation bemüht. Denn hier liegt das weitaus größere Problem: Behördendeutsch ist oft so kompliziert, dass es von einem Großteil der Bevölkerung nicht verstanden wird. So ergab eine Umfrage des Instituts für Demographie Allensbach, dass 61 Prozent aller Menschen, die Post vom Amt bekommen, Verständnisprobleme haben.
Um hier gegenzusteuern, gibt es in der Kreisverwaltung bereits seit 2008 Inhouse-Seminare und wöchentliche Hinweise im Intranet, um die Beschäftigten dafür zu sensibilisieren. Das schließt gendersensible Sprache selbstverständlich ein.
