Zur Landratswahl im Kreistag
Zur heutigen Vorstellung eines gemeinsamen Landratskandidaten von SPD und CDU, erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag Teltow-Fläming, Hans-Jürgen Akuloff:
Zur heutigen Vorstellung eines gemeinsamen Landratskandidaten von SPD und CDU, erklärt der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag Teltow-Fläming, Hans-Jürgen Akuloff:
Das Tischtuch mit der LINKEN hat der SPD-Parteivorsitzende und unterlegende Landratskandidat Frank Gerhard bereits am Wahlabend der gescheiterten Direktwahl zerschnitten. Bis heute gab es keine anderen Signale von der SPD. Insofern ist die Vorstellung des gemeinsamen Landratskandidaten von SPD und CDU, der nun folgende nächste Schritt.
Ich möchte nicht verhehlen, dass ich mit mehr Widerstand innerhalb der SPD zu diesem Kurs gerechnet habe. SPD/GRÜNE, LINKE, FDP und Bauernverband haben in Teltow-Fläming vier Jahre sachlich und gemeinsam Politik für den Landkreis gemacht. Und dabei haben DIE LINKE und namentlich Kornelia Wehlan nicht nur einmal die heißen Kartoffeln für die SPD aus dem Feuer geholt. Beispielsweise die Kommunalisierung des Rettungswesens, die gegen den vorgeschriebenen Kurs des hiesigen SPD-Parteivorsitzenden erfolgte.
Für DIE LINKE ist die politische Situation klar. Wir werden unsere eigenen Akzente setzen. Dazu geben die Kommunalwahlen im Mai 2014 sehr gute Möglichkeiten.
Und zur CDU: Schade, dass sie so wenig Selbstbewusstsein hat. Das Verfahren zur Landratswahl ist mit dem Abschluss der Bewerbungsfrist am vergangenen Freitag ja erst eingeleitet worden. Einem ernsthaften Umgang mit dem zukünftigen Landratsamt hätte es gut getan, wenn die Mitglieder des Kreistages alle Bewerberinnen und Bewerber objektiv prüfen und danach entscheiden, wem sie das Amt zutrauen. Die CDU hat keinen eigenen Landratskandidaten und hätte diesen Prozess aktiv befördern können. Sie wollte ja noch im Direktwahlkampf den Wechsel - weg von einem SPD-Landrat. Erst jüngst hatte die CDU noch das Ziel für einen parteiübergreifenden Kandidaten formuliert. Nun laufen sie ohne Not auf dem Ticket der SPD. Welch seltsamer Eiertanz.
